Augenblick

Herthafreundin on Tour

Das Auswärtsspiel unserer Mannschaft beim 1. FC Köln nutzten die Herthafreundinnen für einen gemeinsamen Abend. Über 40 Frauen fieberten vor dem Bildschirm mit den Herthanern mit. Es war ein netter und lustiger Abend mit leckerem Buffet, Prosecco und natürlich einem Sieg unserer Jungs.

Herthafreundin für die Morgenpost im Einsatz

Franziska Jesuiter war erneut für die Berliner Morgenpost im Einsatz. Die HERTHAFREUNDIN des Oktobers 2008 hatte ihre Sache bei ihrem ersten Interview mit Michael Preetz so gut gemacht, dass die Zeitung auch in Zukunft auf Franziska setzt. Dieses Mal stellte sich HERTHAS Jugendkoordinator Frank Vogel ihren Fragen. Die Arzthelferin wollte alles über den Alltag im Fußball-Internat wissen.

Herr Vogel, als Koordinator der Amateur- und Jugendabteilung von HERTHA haben Sie viel mit den pubertierenden Jungs aus dem Fußballinternat zu tun. Das ist sicher nicht immer einfach, oder?

Ich schlafe abends auf jeden Fall sehr gut ein, denn wir haben genug zu tun. In unserem Fußballinternat kümmern sich ja auch unsere Betreuungseltern um die Jungs, sie wohnen mit ihnen auf demselben Flur. Wenn allerdings jemand über die Strenge schlägt, beschäftige ich mich natürlich damit.

Sind die Schulnoten wichtiger als die Leistung auf dem Platz?

Viele Jugendliche denken: An erster Stelle kommt der Fußball, an zweiter Stelle die Schule. Wir drehen das um. Denn Bildung ist für jeden Menschen immens wichtig. In den vergangen Jahren haben wir 28 Spieler ausgebildet, die in den ersten und zweiten Ligen Europas spielen. Insgesamt waren in dieser Zeit rund 300 Spieler bei uns. Das ist eine sehr gute Quote. Aber es schafft eben nicht jeder, Profi zu werden. Und wenn man dann keine gute Schulbildung hat, wird es schwer. Im vergangenen Jahr haben unsere Jungs auch dank der Nachmittagsbetreuung ihre Zensuren im Schnitt um eine Note verbessert.

Wie und wo finden Sie die besten Talente?

Vor allem in unserer Stadt. Unser Ziel ist es, bis zur U15 die besten Berliner bei uns zu haben. Wir haben einen Talentspäher und jeder unserer Trainer hat bei Spielen auch immer ein Auge auf die Spieler des Gegners. Außerdem fahre ich rund 70.000 Kilometer pro Jahr mit dem Auto durch Deutschland, um mir Spiele anzusehen.

Und wie überzeugen Sie die Spieler dann zu HERTHA zu wechseln?

Das ist nicht immer einfach, denn an den besten Spielern sind meist auch gleich fünf andere Vereine interessiert. Wir zeigen dem Spieler dann, was HERTHA ihm bietet. Der Deutsche Fußball-Bund hat uns schließlich mit einer Bewertung von drei Sternen zu einem der besten Ausbildungsvereine in Deutschland gekürt. Meist laden wir den Spieler und seine Eltern zu einem Bundesligaspiel ein und unterhalten uns ausführlich mit ihnen.

Dürfen eigentlich Mädchen ins Internat?

Vogel: Nein. Nicht zum Übernachten und auch nicht zum Besuch. Das würde für Chaos auf dem Flur sorgen. So faszinierend Frauen sind: Mit denen müssen sich die Spieler außerhalb des Internats treffen. Bei uns ist frauenfreie Zone.

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