Spieler privat

Interview mit Lucio

Herthafreundin: Hallo Lucio, schön, dass Du da bist. Wie geht es Dir?
Lucio: Mir geht es gut. Ich muss aber auch sagen, dass ich mich sehr auf mein Comeback freue.

Herthafreundin: Was hast Du heute gemacht?
Lucio: Das Übliche. Ich bin früh aufgestanden und bald gehe ich zur Reha, wo ich die erste Sitzung absolvieren werde. Das tu ich nämlich jeden Tag.

Herthafreundin: Sieht so momentan ein normaler Tag für Dich aus?
Lucio: Ja! Ich kann Euch kurz mal meinen Tagesablauf schildern: Aufstehen um 8:30 Uhr. Frühstück um 9:00 Uhr. Zwischen 9:30-10:00 Uhr bin ich in der Reha. Gegen 15:00 Uhr bin ich wieder zu Hause. Dort gibt es Mittagessen und danach ein bisschen Erholung. Manchmal gehe ich mit der Familie in den Park. Ab 18:00 Uhr bin ich wieder in der Reha. Manchmal sogar bis 22.00 Uhr. Dann esse ich zu Hause etwas und bin im Internet, um Kontakt mit der Familie in Brasilien zu pflegen. Wenn ich zu müde bin, dann überspringe ich das Internet und gehe direkt ins Bett.

Herthafreundin: Das ist wirklich ein straffes Programm. Bleibt da noch Zeit, um mit der Mannschaft zu trainieren? 
Lucio: Vor der letzten OP habe ich die Aufwärmübung zusammen mit der Mannschaft gemacht und dann kamen die individuellen Übungen. Jetzt trainiere ich aber wieder allein.

Herthafreundin: Wann war Deine letzte OP und was wurde gemacht?
Lucio: Die war am 25. Juli. Es wurden zwei Schrauben entfernt und ein paar Verklebungen gelöst.

Herthafreundin: Wer hat Dir in der schweren Zeit Deiner Verletzung den meisten Rückhalt gegeben?
Lucio: Meine Frau, mein Bruder und meine Tochter, die immer auf und an meiner Seite sind. Sie sind immer da und sie unterstützen mich sehr: Mit Worten und moralisch. Mein Bruder erledigt außerdem die ganzen bürokratischen Sachen.

Herthafreundin: Wie war die Zeit im Sommer in Brasilien?
Lucio: Ich war in Brasilien im Sommer, aber von Urlaub kann keine Rede sein. Ich habe mich auch dort intensiv behandeln lassen und hart gearbeitet. Ich war stundenlang in der Reha und habe auch Fußballtennis (eigentlich Footvolley – da ist das Netz ein bisschen höher) gespielt. Oft habe ich die Übungen zu Hause wiederholt.

Herthafreundin: Hast Du schon eine Idee, wann Du Dein erstes Spiel für Hertha machen kannst?
Lucio: Ein Datum ist schwer zu nennen. Schön wäre ein Comeback im Olympiastadion gegen eine starke Mannschaft. Vielleicht gegen Schalke. Gegen sie habe ich mich verletzt und es würde mir das Gefühl geben, wir machen von da an weiter.

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