Frauen bei Hertha
Liebe Herthafreundinnen,
Arbeiten eigentlich auch Frauen bei Hertha BSC? Ja, klar!!! Und kreativ sind sie dazu!
Mit diesem Satz stellen wir euch Monat für Monat unsere weiblichen Kolleginnen vor. In welchen Positionen sie arbeiten, was sie tagtäglich beschäftigt, was sie bewegt hat, sich in der (immer noch!) Männerdomäne Fußball beruflich zu verwirklichen. In diesem Monat wollen wir euch Luisa Lanier vorstellen.
Luisa Lanier, Merchandising

- Lena Lange im Gespräch mit Luisa Lanier (re.)
Herthafreundin: In welcher Abteilung arbeitest du?
Luisa Lanier: Ich arbeite in der Abteilung Merchandising und Lizenzen und sitze bei Herrn Kübler dem Abteilungsleiter im Büro.
Herthafreundin: Was genau sind deine Tätigkeiten?
Luisa: Hauptsächlich beschäftige ich mich mit der Vergabe von Lizenzen. Ich unterstütze also Herrn Kübler bei folgenden Aufgaben:
- Bearbeitung von Lizenzanfragen
- Führung von Lizenzverhandlungen
- Vorbereitung von Lizenzverträgen
- Kontrolle der Lizenzzahlungen
- Überwachung der Lizenzvereinbarungen und - Umsetzungen
- Designfreigaben von lizenzierten Produkten
Eine weitere Aufgabe, die sehr viel Zeit und Energie kostet, ist die Betreuung unserer Azubis. Insgesamt haben wir sechs Azubis, die bei HERTHA BSC Fußballspielen und bei uns eine Ausbildung machen. Hier kümmere ich mich um die Abwicklung der IHK Verträge, schreibe Schulentschuldigungen, koordiniere Trainings- und -arbeitspläne der Jungs, bin Ansprechpartnerin und helfe beim ein oder anderen auch mal bei der Wohnungssuche oder anderen alltäglichen Problemen. Als Christopher Gäng neu nach Berlin kam, habe ich mich zum Beispiel um ein Auto, eine Wohnung, seine Ausbildung und vieles anderes gekümmert.
Herthafreundin: Wie kamst du zu HERTHA BSC?
Luisa: Witzig, dass du mich das fragst, denn angefangen hat alles im November 2002, als ich dich bei der Arbeit am Empfang besucht habe und mit dir hinter dem Tresen saß (Anmerkung der Redaktion Lena hat von 2002-2003 am Empfang gearbeitet). Mein jetziger Chef Herr Kübler kam vorbei und fragte, warum ich denn da so einfach rum sitzen würde ohne zu schaffen, er ist Schwabe und anfangs habe ich ihn kaum verstanden. Kurz darauf war meine Aushilfstätigkeit bei HERTHA besiegelt und ich begann neben dem Abitur als Aushilfe im Merchandising. Nach dem Abi habe ich dann im September 2003 bei HERTHA eine Ausbildung zur Sport- und Fitnesskauffrau begonnen und nach 2 Jahren erfolgreich abgeschlossen. Anschließend ging meine HERTHA Laufbahn direkt weiter, da ich im Oktober 2005 mit einem dualen BWL Studium an der TF H begonnen habe. Das bedeutet, dass ich drei Monate bei HERTHA arbeite und dann 3 Monate zu Uni gehe und am Ende dann auch jeweils Klausuren schreibe.
Herthafreundin: Was macht diesen Job so besonders?
Luisa: Besonders gefällt mir an meinem Job, dass er eine Menge an Vielseitigkeit und Abwechslung mit sich bringt. Kein Tag ist wie anderer!
Und im Vergleich zu vielen meiner Uni-Kommilitonen habe ich das Glück, dass ich eine Menge Verantwortung übertragen bekomme und dadurch viele Projekte selbständig bearbeiten kann. Noch ein schöner Nebeneffekt ist, dass wir auf der Geschäftsstelle in einem jungen Team zusammenarbeiten und eine gute Arbeitsatmosphäre herrscht. So macht arbeiten Spaß!
Herthafreundin: Hast du viel Kontakt zur Mannschaft?
Luisa: Es kommen immer wieder Profis zu uns ins Büro, die Fanartikel brauchen oder auch einfach nur „Hallo“ sagen wollen, ansonsten habe ich auf Autogrammstunden mit den Spielern zu tun, aber den meisten Kontakt habe ich durch unsere Azubis zur U23 und den Jugendmannschaften.
Herthafreundin: Ist es für dich etwas Besonderes, in einer „ Männerbranche“ tätig zu sein?
Luisa: Ja ist es, es macht Spaß sich in der Männerdomäne zu behaupten und den Kollegen zu zeigen, dass Frauen mindestens genauso viel drauf haben. (lacht)
Herthafreundin: 4-4-2 mit Raute oder 4-4-2 mit Viererkette?
Luisa: Was? Harakiri oder Würfel natürlich. Man muss dazu sagen, dass ich Hockey spiele und mich dort mit der Taktik dann doch etwas besser auskenne.
Mein Trainer würde sich jetzt freuen, wenn er das lesen würde. (Anmerkung der Redaktion Luisa spielt beim Tus Lichterfelde in der 1. Bundesliga)
Herthafreundin: Wie sehen deine Planungen für die Zukunft aus?
Luisa: Im Frühjahr 2009 bin ich hoffentlich mit meinem Studium fertig und will dann gerne erstmal eine kleine Auszeit nehmen. Durch den direkten Übergang zwischen Abitur, Ausbildung und Studium habe ich nie so richtig durchgeschnauft. Das will ich jetzt nachholen. Am liebsten im Ausland, in Spanien und das mit Hockeyspielen und Sprachelernen verbinden.
Mal sehen, was passiert! Ich bin gespannt!
Steckbrief:
Name: Luisa Lanier, genannt Lui
Geburtstag: 18.11.1983
Geburtsort/Herkunft: Berlin
Hobbies: Hockey, andere Sportarten, Essen
Lieblingsspieler: Jonas Lanier (ihr Bruder, Eishockeyprofi bei den Hannover Scorpions)
Aus dem März 2008: Shirley Karnowski (Ass. Geschäftsführung)
Aus dem Februar 2008: Ursi Friedmann (SPORTFIVE)
Aus dem Januar 2008: Herthafreundinnen (Redaktionelle Arbeit)
Aus dem Dezember: Franziska Schewe (Merchandising)
Aus dem November: Sabine Strohschein (Amateurabteilung)
Aus dem Oktober: Kiki Zopfy (Marketing und Event)
Aus dem September: Verena Fiorani und Karolina Schwemmer (Empfang)
Aus dem August: gollerplusludwig (Beachvolleyballerinnen)
Aus dem Juli: Anke Gernetzky (Büro Management)
Aus dem Juni: Renée Seckinger (Fanshop)
Aus dem Mai: Anouschka Bernhard (Kleinfeldkoordiantion)
Aus dem April: Magdalena Palewicz (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit)

