Spieler privat - Michael Preetz

- Kathrin Kargl im Interview mit Michael Preetz
Vor vier Jahren tauschte Michael Preetz den grünen Rasen mit dem Schreibtisch. Herthas Rekordtorschütze macht auch im Businessanzug eine gute Figur. Bei Hertha BSC ist er für die Lizenzspielerabteilung zuständig. herthafreundin.de sprach mit dem 40-Jährigen über Vergangenheit und Gegenwart.
herthafreundin.de: Du bist vor 4 Jahren vom Spielfeld in die Geschäftsstelle gewechselt. Wie sieht ein ganz normaler Arbeitstag bei dir aus? Für was bist Du verantwortlich?
Michael Preetz: Ich verantworte die Lizenzspielerabteilung und kümmere mich um die Belange der Mannschaft. Zu meinen Aufgabenbereichen gehören aber auch das Funktionsteam der Lizenzmannschaft, die medizinische Abteilung sowie die Bereiche Scouting und Fanbetreuung.
herthafreundin.de: Wie sieht ein Spieltag seit Karriereende bei Dir aus?
Preetz: Eins hat sich nicht geändert, ich bin nach wie vor bei allen Spielen dabei. Allerdings stoße ich bei Heimspielen erst gegen Mittag zur Mannschaftssitzung zum Team. Bei Auswärtsspielen ist fast alles so wie zu aktiven Zeiten. Wir reisen am Tag vorher am Spielort an und bereiten uns dann auf das Spiel vor. Na ja, und ich laufe nicht mehr auf und trete gegen den Ball, sondern sitze auf der Bank neben dem Trainer und beobachte das Spiel.
herthafreundin.de: Gab es oder gibt es das vielleicht immer noch? Ein Ritual für Dich vor dem Spiel?
Preetz: Ich war nie der Typ für Rituale und bin es auch heute nicht.
herthafreundin.de: Was geht Dir durch den Kopf, wenn du neben Lucien Favre und Harry Gämperele auf der Bank sitzt und nicht mehr aktiv in das Spielgeschehen eingreifen kannst?
Preetz: Auf der Trainerbeank spürst du das Geschehen, die Emotionen hautnah. Die Anspannung während der 90 Minuten ist enorm hoch. Anders als zu aktiven Zeiten. Dort konnte ich meine Emotionen auf dem Spielfeld ausleben, heute muss ich das anders kanalisieren.
herthafreundin.de: Wie sieht ein freier Tag bei Dir aus?
Preetz: Freie Tage sind selten. Ich stehe zwar nicht im Morgengrauen auf, aber ein Langschläfer bin ich auch nicht. An freien Tagen unternehme ich eigentlich immer etwas mit meiner Tochter. Wir gehen Schwimmen, auf den Reiterhof, Radfahren, ins Museum… je nach Wetter und Jahreszeit.
herthafreundin.de: Gibt es besondere Interessen, denen Du gerne nachgehst, wie Musik, Einkaufen, Lesen, etc.?
Preetz: Ich treibe gerne Sport. Gehe Laufen, Radfahren und im Sommer Wasserskifahren.
herthafreundin.de: Was hast Du immer dabei, trägst Du immer bei Dir?
Preetz: Das Handy ist immer dabei.
herthafreundin.de: Welche CD hast Du Dir als letztes gekauft?
Preetz: Eine CD hab ich schon länger nicht gekauft
herthafreundin.de: Welches Buch liest Du gerade? Welches Buch hast Du als letztes gelesen?
Preetz: „Millionär“ von Thommy Jaud, „Neulich in Neukölln“ von Uli Hannemann und „Das Kartengeheimnis“ von Jostein Gaarder.
herthafreundin.de: Wo gehst Du gerne shoppen?
Preetz: Auch ich gehöre zu den Männern, die nicht sonderlich gerne shoppen gehen…
herthafreundin.de: Welchen Kinofilm hast Du als letztes gesehen?
Preetz: Keinohrhasen – klasse Film!
herthafreundin.de: Hast Du ein Reiseziel? Gibt es ein Traumland, in das Du gerne mal reisen würdest?
Preetz: Im Winter bin ich gerne in den Bergen, im Sommer gerne in der Wärme und am Meer.
herthafreundin.de: Besitzt Du dein erstes Bundesligatrikot?
Preetz: Ja, das hab ich noch und werde es auch in Ehren halten.
herthafreundin.de: Hast Du ein Tattoo?
Preetz: Nein (lacht), ich habe kein Tattoo und werde mir auch keins machen lassen.
herthafreundin.de: Was ist Dein Lieblingsgericht?
Preetz: Königsberger Klopse, Sauerbraten, Pasta in allen Variationen
herthafreundin.de: Und Dein Lieblingsrestaurant?
Preetz: Bazillus, Via Vai
herthafreundin.de: Zum Schluss, wo ist Dein Lieblingsplatz in Berlin?
Preetz: Natürlich das Olympiastadion und der Wannsee.
Das Interview führte Kathrin Kargl. Vielen Dank für alles Kathrin!

