Auswärts in Köpenick

  Schauplatz des Berliner Derbys am vierten Spieltag: Das Stadion an der Alten Försterei in Berlin-Köpenick

In der Rubrik AUSWÄRTS stellen wir euch immer die Auswärtsspielstädte unserer Herthaner vor. Diesmal ging es gar nicht so weit weg. HERTHAFREUNDIN Tinja schaute sich einmal Köpenick etwas näher an!

Auswärtsfahrt nach Köpenick...

An einem kalten, verregneten Morgen machten wir uns auf den Weg ans andere Ende der Stadt. Unser Auftrag war klar: Wollen wir doch mal sehen, ob wir im Vorfeld vom anstehenden Derby nicht ein bisschen Hertha-Stimmung ins Union-Land bringen können.

Gut getarnt machten wir uns also auf den Weg. Zunächst stand eine gebührende Begrüßung für den hohen blau-weißen Besuch auf dem Schlachtplan. Gabi Schöttler, ihres Zeichens Bürgermeisterin von Treptow-Köpenick, empfing uns in „ihrem“ Rathaus. Dabei konnten wir herausfinden, dass sie Union-Mitglied ist und ab und zu selbst im Fanblock steht. Allerdings hat sie noch keine Karte für das Derby gegen HERTHA BSC, bei Union gäbe es schließlich keine Privilegien. Na, immerhin erspart das der netten Bürgermeisterin einigen Union-Kummer im Stadion…




Schnell noch ein Erinnerungsfoto mit dem Hauptmann geschossen, selbstverständlich im Auswärtstrikot, dann ging es schon weiter auf unserer Erkundungstour. Was kann man sich sonst noch in Köpenick anschauen? Viel war nicht los auf Köpenicks Straßen, so dass wir auf die typischen Sehenswürdigkeiten zurückgriffen.

Das Köpenicker Schloss hat zwar nach seiner Fertigstellung 1689 schon einige Jahre auf dem Buckel, erstrahlt aber seit 2004 wieder in neuem Glanz. Es beherbergt heute ein Kunstgewerbemuseum, das Werke aus Renaissance, Barock und Rokoko umfasst. Wir haben beim Erscheinungsbild der königlichen Repräsentanz mit wenigen Handgriffen noch einmal nachgebessert!

Nachdem also auch die kulturellen Einrichtungen ins traute blau-weiße Licht gerückt waren, konnten wir uns beruhigt wieder dem Fußball und dem anstehenden Berliner Derby zuwenden. Und wo könnte man sich besser auf den Fußballkracher einstellen, als am Ort des Geschehens selbst? Todesmutig machten wir uns auf den Weg in die Höhle des Löwen, aber als wir ankamen, hatten wir uns doch etwas anderes vorgestellt…(zumal uns die Bürgermeisterin noch versicherte, dass es sich nun wirklich das schönste Stadion Berlins handele…).

…ein freundlicher älterer Herr wies uns dann einige bestürzte Minuten später darauf hin, dass dies wohl doch nicht das Stadion An der Alten Försterei sei. Aufgrund der an diesem Ort ziemlich beschränkten Auswärtskapazitäten hatten wir uns schon ernsthafte Sorgen gemacht. Frohen Mutes setzten wir daher die Suche fort und fanden schließlich, was wir suchten.

Als regelmäßiger Besucher des Olympiastadions ist man zweifelsfrei ein größeres Stadion gewohnt. Das unsere Jungs hier ein heißer Tanz mit viel Atmosphäre und Emotionen erwartet, steht aber außer Frage.



Im Stadion konnte man schon mal richtig Spannung und Vorfreude aufbauen für das erste Berliner Derby, bei dem es um Ligapunkte geht. Das war zweifelsfrei der Höhepunkt unserer kleinen Köpenick-Tour. Und da wir ja alle schon wissen, wie das Spiel ausgeht, haben wir auch schon das Jubeln geprobt :-)



Jubeln macht müde - für uns stand daher im Anschluss die Heimreise auf dem Programm. Was nehmen wir mit von unserer Expedition? Schön war’s! Köpenick ist jetzt auch ein bisschen Hertha. Vor allem aber ist Köpenick Union… und genau deshalb machen die drei Punkte auch jetzt schon so viel Spaß ;-)  Die hätten wir am liebsten schon gleich mit nach Hause genommen.

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